Rechtsanwalt Oliver Klingler

Nach Abschluss meines juristischen Studiums im Jahr 1989 an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt habe ich mein Referendariat beim Landgericht Darmstadt absolviert. Im Rahmen des Referendariats war ich unter anderem an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer zur Ausbildung.

Seit 1992 betreibe ich meine Anwaltskanzlei in Frankfurt in der Berger Straße am Merianplatz. Hier bin ich im Wesentlichen in den Rechtsgebieten Familienrecht, Erbrecht, Steuerrecht, Straßenverkehrsrecht, allgemeines Zivilrecht, Arbeitsrecht, Schadensrecht und im Strafrecht tätig. Hier bin ich sowohl beratend tätig, wie auch im Rahmen der Geltendmachung Ihrer Forderungen, oder in der Abwehr Ihnen gegenüber zu Unrecht geltend gemachter Forderungen. Im Familienrecht gilt dies für eine umfassende Vertretung in allen familienrechtlichen Belangen, wie des Scheidungsverfahrens als solches, der Regelung des Unterhalts, des Sorgerechts, des Umgangsrechts, des Zugewinns, der Hausratverteilung und des Versorgungsausgleichs. Im Straßenverkehrsrecht betreue ich Sie in zivilrechtlicher Hinsicht bei der Geltendmachung Ihrer Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche im Falle eines Verkehrsunfalles, oder aber der Abwehr derselben, wie auch im Bußgeldverfahren oder auch im Falle eines Strafverfahrens. Manch einer kommt aber auch anderweitig mit dem Strafrecht in Berührung; auch hier werde ich Sie kompetent vertreten.

Kompetenzen

Was ist nach einem Verkehrsunfall zu veranlassen?

1.) Rufen Sie die Polizei zur Unfallaufnahme des Verkehrsunfalles.
2.) Bei körperlichen Beschwerden oder bei Verletzungen gehen Sie gleich zum Arzt oder in die Notfallaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Nur hierdurch können mögliche Verletzungen behandelt und zeitnah festgestellt und dokumentiert werden. Auch ist es wichtig diesen Gang sofort nach dem Unfall vorzunehmen, um die Kausalität zwischen Unfall und Verletzung nachweisen zu können.
3.) Lassen Sie Ihr Fahrzeug ab einer grob selbst abgeschätzten Schadenhöhe von mehr als € 1.000,00 durch einen unabhängigen Sachverständigen begutachten und die Schadenhöhe feststellen. Hierdurch wird der Fahrzeugschaden objektiv dokumentiert und der Sachverständige kann auch gleich die Reparaturdauer oder die Wiederbeschaffungsdauer feststellen sowie den täglichen Nutzungsausfallschaden. Die Kosten des Sachverständigen sind Ihnen im Falle des Unverschuldens Ihrerseits von dem Unfallgegner bzw. dessen Haftpflichtversicherung zu ersetzen.
4.) Lassen Sie sich zeitnah durch eine/n Rechtsanwalt/in vertreten. Verschwenden Sie nicht Ihre gute Zeit damit dem Unfallgegner oder dessen Haftpflichtversicherung hinterherzurennen. Hierdurch können zu Unrecht geltend gemachte Ansprüche des Unfallgegners abgewiesen werden und es können Ihre eigenen berechtigten Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche geltend gemacht werden. Die Kosten der anwaltlichen Vertretung sind Ihnen im Falle des Unverschuldens Ihrerseits von dem Unfallgegner bzw. dessen Haftpflichtversicherung zu ersetzen.
5.) Vermeiden Sie es „gut gemeinte“ Abgeltungsklauseln der unfallgegnerischen Haftpflichtversicherung zu unterzeichnen, um angeblich „schnell“ zu Ihrem Geld zu kommen. Denn diese sind bindend und Sie verzichten womöglich auf die Ihnen weiterhin zustehenden Ansprüche.

Wie komme ich bei einer anstehenden Trennung zu meinem Recht?

1.) Auch wenn es in dieser emotional angespannten Zeit schwerfällt, versuchen Sie unbedingt sachlich zu bleiben.
2.) Vermeiden Sie auf jeden Fall jegliche Art von körperlicher Gewalt oder Drohungen gegenüber Ihrem/r Partner/in. Vermeiden Sie unbedingt auch sogenannte „Ausraster".
3.) Soweit Sie Kinder haben, versuchen sie unbedingt diese aus Ihrem Trennungskonflikt herauszuhalten.
4.) Sollten Sie der- oder diejenige sein, der/die zunächst einmal die eheliche Wohnung verlässt, so nehmen Sie Ihre persönlichen Gegenstände mit, insbesondere auch Ihre persönlichen Unterlagen und Urkunden.
5.) Lassen Sie sich baldmöglichst über Ihre Rechte und den Ablauf eines Trennungs- und Scheidungsverfahrens anwaltlich beraten. Bedenken Sie hierbei, Unterhaltsansprüche können nicht rückwirkend geltend gemacht werden und ein falsches Verhalten im Rahmen der Trennung kann Sie um Ihre Rechte bringen.
6.) Sollte Ihr/e Partner/in gewalttätig werden, rufen Sie die Polizei und suchen Sie im Falle körperlicher Verletzungen sofort einen Arzt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf, um die Verletzungen behandeln zu lassen, und um sie später dokumentieren zu können. Danach sollten Sie sich baldmöglichst in anwaltliche Beratung begeben, damit die möglichen rechtlichen Schritte im Sinne des Gewaltschutzgesetzes (z. Bsp. Zuweisung der ehelichen Wohnung, Kontaktaufnahmeverbot durch den gewalttätigen Ex-Partner/in, Abstandsgebot durch den Ex-Partner/in etc., Abgabe einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung durch den Ex-Partner/in) eingeleitet werden können. Bedenken Sie hierbei bitte, dass gerichtliche Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz zeitnah nach der
Tat erfolgen müssen.

Ich werde von der Polizei, der Amtsanwaltschaft, dem Zoll oder der Staatsanwaltschaft einer Ordnungswidrigkeit oder einer Straftat beschuldigt. Wie verhalte ich mich richtig?

1.) Auch wenn es in dieser emotional angespannten Stunde schwerfällt, versuchen Sie unbedingt sachlich zu bleiben.
2.) Leisten Sie keinen Widerstand gegen die Polizeibeamten und folgen Sie deren Anweisungen. Die Polizeibeamten dürfen diese nötigenfalls auch mit körperlicher Gewalt durchsetzen.
3.) Geben Sie auf Anfrage Ihre Personalien an: Name, Vorname, Staatsbürgerschaft, Wohnort, Geburtstag und Geburtsort.
4.) Weisen Sie sich durch Ihren Personalausweis oder Ihren Reisepass, oder als ausländischer Mitbürger gegebenenfalls durch Ihr Legitimationspapier von der Ausländerbehörde aus. Das Vorzeigen Ihres Führerscheines könnte im Falle einer Verkehrsstraftat zu sofortigen Beschlagnahmung des Führerscheins führen.
5.) Fordern Sie grundsätzlich für alle Maßnahmen, die die Ermittlungsbehörden durchführen wollen in sachlicher Art und Weise einen richterlichen Beschluss ein. Sollten die Ermittlungsbeamten die Maßnahme gleichwohl ohne richterlichen Beschluss durchführen wollen, widersprechen Sie der Maßnahme, lassen Sie aber die Ermittlungsbeamten die gewollte Maßnahme ohne Gegenwehr durchführen.
6.) Sobald es im Rahmen einer Vernehmung „zur Sache kommt“, berufen Sie sich auf Ihr Aussageverweigerungsrecht. Sie müssen dies nicht begründen! Es ist Ihr gutes Recht, sich nicht um Kopf und Kragen zu reden; Sie dürfen sich grundlos auf ihr Aussageverweigerungsrecht berufen und es ist dies zu akzeptieren. Sagen Sie nur: „Ich mache hiermit von meinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch“. Dies darf auch später niemals gegen Sie verwendet werden.
7.)Oftmals wollen die Ermittlungsbehörden Sie zunächst als „Zeugen“ vernehmen. Hier müssten Sie als Zeuge aussagen. Dies wird Ihnen auch der/die Ermittlungsbeamte/in sagen. Aber auch hier gilt: Sie brauchen sich auch als Zeuge nicht selbst zu belasten. Nutzen Sie dies und erklären Sie gegenüber dem/der Ermittlungsbeamten/in, dass Sie sich nicht selbst belasten müssen, und dass Sie deshalb von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. Dies ist kein „Geständnis“, sondern es ist Ihr gutes Recht von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen, wenn Sie sich selbst belasten könnten. Zur Verweigerung der Aussage sind auch berechtigt: Verlobte des Beschuldigten oder die Person, mit der der Beschuldigte ein Versprechen eingegangen ist, eine Lebenspartnerschaft zu begründen, der Ehegatte des Beschuldigten, auch wenn die Ehe nicht mehr besteht, der Lebenspartner des Beschuldigten, auch wenn die Lebenspartnerschaft nicht mehr besteht und wer mit dem Beschuldigten in gerader Linie verwandt oder verschwägert, in der Seitenlinie bis zum dritten Grad verwandt oder bis zum zweiten Grad verschwägert ist oder war.
8.) Suchen Sie danach so bald als möglich anwaltliche Hilfe auf. Sollten Sie von der Polizei in Gewahrsam gehalten werden oder gar in Untersuchungshaft kommen, rufen Sie einen Anwalt an, oder lassen Sie von einem Angehörigen einen Anwalt herbeirufen.
9.)Sollten Sie von der Polizei, der Amtsanwaltschaft, dem Zoll oder der Staatsanwaltschaft eine schriftliche Anhörung erhalten, in der Sie wegen einer Ordnungswidrigkeit (OWI) oder einer Straftat beschuldigt werden, suchen Sie mit dieser einen Anwalt auf.
10.) Die anwaltliche Vertretung ist in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren oder in einem Strafverfahren von Beginn an unheimlich wichtig. Denn der Anwalt kann sich schützend vor Sie stellen, kann Akteneinsicht anfordern, kann mit den Ermittlungsbehörden den Sachstand in tatsächlicher, wie rechtlicher Hinsicht erörtern und kann mit Bedacht Erklärungen für Sie abgeben, oder aber dies auch unterlassen. Schweigen ist hier oftmals (nicht immer) die Beste Verteidigung. Denn häufig brauchen die Ermittlungsbehörden Ihre Angaben, um weiter zu kommen. Hier kann aber nur ein juristisch geschulter Anwalt entscheiden, ob und wenn ja, welche Angaben gemacht werden.
11.) Und denken Sie immer daran: „Derrick“ und „Tatort“ sind Fernsehen, die Realität läuft anders.

Kanzlei

Rechtsanwalt Oliver Klingler arbeitet gemeinsam mit Herrn Rechtsanwalt Kai Schönbach in einer Bürogemeinschaft.

Die Bürogemeinschaft Klingler & Schönbach im Frankfurter Nordend entstand mit der Neuzulassung zur Anwaltschaft des Rechtsanwalts Kai Schönbach im Jahr 2006.

Rechtsanwalt Oliver Klingler war zunächst seit 1992 in den Räumlichkeiten als Einzelanwalt tätig. Doch die Geschichte der Juristerei in den Räumlichkeiten der Bürogemeinschaft reicht weiter zurück. Rechtsanwalt Oliver Klingler übernahm die durch Rechtsanwalt Burghard Nenzel bereits Anfang der 1980er Jahre in unseren Räumlichkeiten gegründete Kanzlei.

Seit 2006 teilen sich die beiden Rechtsanwälte Oliver Klingler und Kai Schönbach nun in wirtschaftlich voneinander unabhängiger Tätigkeit die gemeinsamen Räumlichkeiten am Kanzleisitz Berger Straße 40 - 42 in 60316 Frankfurt am Main.

Wirtschaftlich unabhängig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass im Falle der Auftragserteilung grundsätzlich nur der jeweils sachbearbeitende Rechtsanwalt einzeln beauftragt wird und nicht etwa beide Berufsträger gemeinschaftlich.

Kontakt

Sie finden mich im Stadtkern von Frankfurt, in der Berger Straße 40 - 42, mitten im schönen Nordend, direkt am Merianplatz (U-Bahn Linie U 4). Parkmöglichkeiten finden Sie u.a. im Parkhaus Mousonturm in der Waldschmidtstraße 6, nur 5 Gehminuten vom Büro entfernt.

Wegbeschreibung

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